Landeshauptmann Arno Kompatscher
hat in Wien Außenministerin Beate Meinl-Reisinger einen
Antrittsbesuch abgestattet. Beate Meinl-Reisinger bekleidet seit
3. März 2025 das Amt der Bundesministerin für europäische und
internationale Angelegenheiten der Republik Österreich.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuellen
Autonomieverhandlungen Südtirols mit Rom. Landeshauptmann Arno
Kompatscher berichtete Bundesministerin Meinl-Reisinger von der
Entwicklung und dem aktuellen Stand der Verhandlungen.
"Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat die Wiederherstellung
der Autonomiestandards zugesagt, die 1992 zur
Streitbeendigungserklärung vor den Vereinten Nationen geführt
haben", erklärte der Südtiroler Landeshauptmann. Aktuell würden
die Verhandlungen dazu laufen. Eine gemeinsame technische
Arbeitsgruppe hatte Mitte Dezember dem Ministerratspräsidium
einen Entwurf zur weiteren Bearbeitung übermittelt. Der Entwurf
enthielt zahlreiche Fortschritte. Jedoch blieben laut
Kompatscher einige Themen offen und würden nun politische
Entscheidungen erfordern, die derzeit diskutiert werden.
Beate Meinl-Reisinger erklärte, dass Österreich seine
Schutzfunktion für Südtirol im Sinne der gemeinsamen
Verantwortung Österreichs und Italiens wahrnehme und die
Entwicklung der Autonomie Südtirols unterstütze.
Zudem sprachen die österreichische Außenministerin und
Südtirols Landeshauptmann über das geplante Minderheitenzentrum
in Bozen und die angestrebte Zusammenarbeit mit den Vereinten
Nationen sowie über die aktuelle Situation in Europa im Lichte
der geopolitischen Veränderungen.
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